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๐ Die wichtigsten Fakten zusammengefasst:

Ein OKR Objective, abgekรผrzt O, beschreibt einen zu erreichenden Zustand in der Zukunft. Es geht damit um klare Quartalsziele, an die am Ende es des Sprints im besten Fall ein Haken gesetzt werden kann, da man diese erreicht hat. Demnach handelt es sich bei der Formulierung eines Objectives immer darum, etwas auszuarbeiten, was tatsรคchlich in dem Quartal abgeschlossen werden kann. Wie eingangs erwรคhnt sind in der Regel maximal 5 Objectives pro OKR-Set zu formulieren. In diesem Artikel erklรคren wir dir, wie du ein perfektes OKR Objective erstellst.
Was ist ein OKR Objective?
Ein OKR Objective ist ein qualitatives Ziel, wonach es zu formulieren gilt, welcher Nutzen bzw. welches Ergebnis entstanden sein soll. Es erklรคrt sich mehr oder weniger von selbst, dass groรe Themenblรถcke und Projekte folglich in kleinere Teilprojekte zu unterteilen und abzuschlieรen sind. So wรคre beispielsweise der Relaunch einer Homepage so zu gestalten, dass man im ersten Quartal einen Haken hinter das komplette Interface und allem, was der Kunde zu sehen bekommt, setzen kann, und im darauffolgenden Quartal sรคmtliche Ausarbeitungen des Backoffices und der Prozesse im Hintergrund in Angriff nimmt.
Die OKRs, die auf einer Unternehmensebene innerhalb eines Sets formuliert werden, gelten immer fรผr diese Ebene sowie fรผr alle unter ihr liegenden, sprich fรผr alle von dort aus verantworteten Ressourcen. Folgend haben Mitarbeiter, die ein gewisses Kontingent an Personal verwalten, keine eigenen OKRs bzw. kein eigenes OKR-Set, sondern lediglich jene, die gemeinsam mit allen unterstellten Ressourcen ganzheitlich umgesetzt werden. Hieraus ergeben sich selbsterklรคrend Aufgabenbereiche, die als Manager, Abteilungsleiter, Teamleiter erledigt werden, und jene, die explizit von meinen entspre- chenden Mitarbeitern angegangen werden.
Wie formuliert man gute OKR Objectives?
Wie wir bereits wissen, basiert die Zielsetzung mittels OKR nicht auf einer reinen top-down-Zielvorgabe, sondern wird ergรคnzt durch Input von unten, bottom-up. Der Ansatz von unten beinhaltet eher operative Themen und Probleme, Personalangelegenheiten und ressourcenbasierten Input, wรคhrend der Einfluss von oben auf die Verfolgung des strategischen Leitbilds, bestehend aus Vision, Mission und Strategie sowie prรคziserer nรคchster strategischer Schritte, abzielt. Konkreter handelt es sich dabei im Falle des Bottom-up-Inputs oftmals um identifizierte Red-Flags, sprich Problemfelder, die schlicht und ergreifend gelรถst werden mรผssen, bevor strategische Themen fokussiert werden kรถnnen. Top-down-Input basiert wiederum auf entspre- chendem fachspezifischem Wissen, aus welchem die nรคchsten sinnvollen Handlungen mit Hinblick einer strikten Verfolgung des strategischen Leitbildes abzuleiten sind.
Aus diesen beiden Inputstrรถmen gilt es ein Set an verschiedenen Objectives zu kreieren, um anschlieรend Priorisierungen vorzu- nehmen. Oftmals sind Behebungen operativer Probleme ebenso wie das Erreichen operativer Ziele unumgรคnglich und mรผssen vorerst angegangen werden. Jedoch zeigen OKR-Einfรผhrungen aus der Praxis, dass ein gewisser Anteil strategischer Ziele unumgรคnglich ist und individuelle Umsetzungen gut damit fahren, sich an einem Richtwert von 60% operativen und 40% strategischen Objectives zu orientieren.
Die Zielformulierung

Hierbei hilft es oftmals, in Anlehnung an das strategische Leitbild sich aus Unternehmenssicht in die Lage des Kunden zu versetzen und zu verstehen, wie diesem anhand dieser Objectives frรผhzeitig der grรถรtmรถgliche Nutzen geliefert kann. Demnach soll am Ende eines Sprints immer etwas entstehen, was dem Kunden bereits einen Mehrwert bietet und worauf aufbauend sich Feedback einholen lรคsst, um weiterhin eine kontinuierliche Verbes- serung anstreben zu kรถnnen. Ungenรผgend ist es jedoch, seine Objectives lediglich an einer detaillierten Planung auszurichten, stets auf der Suche nach Sicherheit fรผr Umsetzungen folgender Sprints, aber keinerlei gegenwรคrtigen Nutzen fรผr den Kunden.
Ein klassischer Fehler, der bei der Ausformulierung von Objectives immer wieder zu finden ist, basiert auf dem Formulieren sogenannter Evergreens. Hierbei handelt es sich um Zielformulierungen, die immer, unabhรคngig von individuellen und situativen Gegebenheiten, als erstrebenswert und sinnvoll erachtet werden kรถnnen. Beispielhaft wรคre an dieser Stelle die Steigerung der Kundenzufriedenheit als Objective. Zum einen ist dieses Objective nicht in sich abgeschlossen und nur mit Hilfe von KPIs greifbar zu machen.
Mache KPIs greifbar!
Auรerdem beinhaltet es einen eindeutigen Indikator fรผr ein Evergreen: die Steigerung. Bezeichnungen wie steigern, verbessern, minimieren etc. lassen sich in den meisten Fรคllen als Indikatoren fรผr Evergreens identifizieren, unabhรคngig davon, ob sie als Nomen oder als Prรคdikat verwendet werden, da sie das Objective abhรคngig von Metriken machen. Metriken gehรถren jedoch in die Key Results und haben in einem gut ausformulierten Objective, welches eine inhaltlich klar abgegrenzte Aussage in sich trรคgt, nichts zu suchen.
Neben der Betrachtung zur Verfรผgung stehender Ressourcen, dem angestrebten Nutzen fรผr den Kunden, dem Gleichgewicht zwischen operativen und strategischen Zielen und der richtigen Ausformulierung gilt es abschlieรend natรผrlich weiterhin zu betrachten, ob denn der benรถtigte Input fรผr das
Objective geliefert wird. Im Rahmen von Objectives mรผssen stets bereichs- รผbergreifende Faktoren betrachtet werden, die benรถtigt werden, um die entsprechenden Zielsetzungen erreichen zu kรถnnen. Dies betrifft sowohl crossfunktionale und bereichsรผbergreifende Zusammenarbeit als auch standardmรครige unternehmensinterne Abstimmungen. So wรผrde es beispielsweise nur bedingt zu wirtschaftlichem Erfolg beitragen, die neu ausgestaltete und รผberarbeitete Website zur Leadgenerierung im OKR-Set zu verankern, obwohl diese seitens der IT noch keineswegs fertiggestellt ist und nicht zufriedenstellend lรคuft.
In Bezug auf die Ausarbeitung von Objectives gilt es also stets zu hinterfragen, ob auf den benรถtigten Input anderer Abteilungen zurรผckgegriffen werden kann. Andernfalls mรผssen die Gegebenheiten berรผcksichtigt werden und im Rahmen einer Neupriorisierung andere Objectives in den Fokus gerรผckt werden.
Welche Rolle spielt der Umsatz bei der Formulierung?
Es wichtig zu verstehen, dass es sich bei der Kennzahl des Umsatzes lediglich um eine resultierende Ableitung inhaltlichen Erfolgs handelt. Dieser setzt sich auf vielen einzelnen Bausteinen zusammen, welche sich gegenseitig po- sitiv beeinflussen. Werden der Begriff des Umsatzes richtig interpretiert und die Zusammenhรคnge jener beeinflussenden Faktoren entsprechend erkannt, so sind wir in der Lage, die Umsatzgrรถรe zu zerlegen und zu verstehen, wie diese exakt zustande kommt.
Stellvertretend fรผr den Umsatz als uns bekannte Kennzahl sind folgend die einzelnen Bausteine als Erfolge in den Aus- arbeitungen von Objectives zu verankern. Nur weil auf Unternehmensebene umsatzbasierte Zielvorstellungen festgehalten und in unteren Ebenen aufgeteilt werden, weiร trotzdem noch keine Abteilung, kein Team und kein Mitarbeiter, wie denn dieser Umsatz letztendlich zu generieren ist.
Ziel innerhalb des Arbeitens mit OKRs ist es, einen Plan zu entwickeln, der konsequent von allen Beteiligten verfolgt wird und dessen Eintreffen in einer bestimmten Wahrscheinlichkeit einen wiederum bestimmten Umsatz hervorbringt. Das Ziel per se ist jedoch nicht der Umsatz, sondern die bestmรถg- liche Lรถsung eines bestehenden Problems oder Anspruchs, welche nachfolgend Umsatz generiert.
Entwickle einen Plan!
Umsatz stellt demnach nicht den Selbstzweck einer Unternehmung dar, sondern ist wie eingangs erwรคhnt lediglich die Ableitung des inhaltlichen Erfolgs. Gelingt es fรผr ein groรes Problem, das von einer Vielzahl von Menschen geteilt wird, sinnvolle Lรถsungen zu finden und diese ent- sprechend am Markt zu platzieren, so ist ein entsprechender Umsatz lediglich die einzig logische Konsequenz.
Viele Einfรผhrungsprojekte verlaufen so, dass es fรผr Unternehmen nicht direkt zu Beginn des ersten Quartals mรถglich ist, den Umsatz aus den Zielformulierungen zu verbannen. Es handelt sich um einen adaptiven Prozess, der oftmals einige Zeit braucht, bis er in einem Unternehmen final angekommen ist.
So ist die behandelte Kennzahl im Laufe der Zeit vermehrt nur noch in den Key Results wiederzufinden, und es gelingt den Fokus darauf zu legen herauszufinden, welche Ziele inhaltlicher Natur erreicht werden sollen und zu welchem Umsatz diese fรผhren. Somit nimmt der Umsatz mit der Zeit eine Kontrollgrรถรe ein, die es stets einzubeziehen und zu berรผcksichtigen gilt, jedoch langfristig nichts in den รผbergeordneten Objectives verloren hat.
Praxisbeispiel: OKR Objective
Nachdem wir uns nun lange mit der gedanklichen Herangehensweise, dem allgemeinen Konstrukt OKR, dessen Historie und der theoretischen Ausarbei- tung der Quartalsziele, der Objectives, auseinandergesetzt haben, soll dies an dieser Stelle durch ein entsprechendes Praxisbeispiels veranschaulicht werden.
Wir haben es uns vor einiger Zeit zur Aufgabe gemacht, das Thema Mobilitรคt in zukunftsorientierte Bahnen zu lenken. Hierzu wollen wir dem globalem Kli- mawandel insoweit entgegenwirken, dass wir langfristig einen maรgebli- chen Beitrag zur Reduzierung des weltweiten CO2-Ausstoรes leisten wollen. Auch wenn uns bewusst ist, dass Elektromobilitรคt mehr als nรคchster Schritt wie als endgรผltige Lรถsung zu verstehen ist, haben wir uns entschieden diesen Schritt zu gehen, um Stรผck fรผr Stรผck in eine bessere Zukunft zu steuern. Weiterhin verfolgen wir ein deutlich verbessertes Netzwerk der Mobilitรคt, sodass jedem die Mรถglichkeit gegeben wird, mobil zu sein und schnell von A nach B zu kommen. Hieraus lรคsst sich folgende รผbergeordnete Vision ableiten:
Vision:
โCO2-neutrale Mobilitรคt โ รผberall und fรผr jeden.โ
Es handelt sich bei unserem Unternehmen um einen Anbieter fรผr Elektrofahr- rรคder aus Mitteldeutschland, dem Vorreiter auf diesem Gebiet. Bedingt durch die Macht der Global Player sowie fehlendem Know-how, Kapital und Erfah- rung vernachlรคssigen wir die Branche der Automobilitรคt, wollen unser Port- folio aber langfristig um Elektroroller erweitern. Es ergibt sich folgende Unternehmensmission:
Mission:
โMehrwertstiftende Fortbewegungsmittel zur Verfรผgung stellen, die CO2-neutral betrieben werden kรถnnen.โ
Unser Leitgedanke adressiert gelungene Mobilitรคtslรถsungen in Groรstรคdten, indem wir den รถffentlichen Nahverkehr so ergรคnzen mรถchten, dass unsere Produkte insbesondere zur รberwindung finaler Abschnitte zwischen jenem Verkehr und dem Zielort fokussieren. Anderweitige Fahrten, bei denen auf unser Netzwerk zurรผckgegriffen wird und dieses ggf. einer CO2 ausstoรenden Fortbewegungsmethode vorgezogen wird, genieรen selbstverstรคndlich ebenfalls eine hohe Prioritรคt.
Es ist selbsterklรคrend, dass wir dazu ein รคuรerst gutes Netzwerk benรถtigen. Primรคr urbane Umfelder stehen fรผr uns zu Beginn im Vordergrund, da wir dort am zielgerichtetsten an den รถffentlichen Personenverkehr anknรผpfen kรถnnen und die meisten Menschen adressieren. Unter den Annahmen, dass wir bereits am Markt sind und unser Netzwerk in der Stadt unseres Firmensitzes, Frankfurt am Main, beginnen auszubauen, kรถnnte ein mรถgliches Objective aus Produktperspektive und auf Unterneh- mensebene wie folgt aussehen:
OKR Objective:
โUnsere Kunden kรถnnen an allen Frankfurter U- und S-Bahn-Stationen, Bushaltestellen und am Hauptbahnhof jederzeit ein Elektrofahrrad nutzen.โ
Du mรถchtest mehr zum Thema OKR erfahren?
Um tiefer in die Materie einzutauchen, besuche doch den Agile Heroes YouTube Kanal. Dort findest du viele spannende Videos zu OKR und anderen agilen Themen! Auรerdem mรถchten wir dir den neuen OKR Onlinekurs ans Herz legen! Lerne wann und wo du willst alles zur Erfolgsmethode!
๐ Unser Fazit:











