Die Pomodoro-Technik โ Wieso du deine Arbeit ab sofort in 25 Minuten aufteilen wirst
6 Min. Lesezeit
๐ Die wichtigsten Fakten zusammengefasst:
- Bei der Pomodoro-Technik wird deine Zeit in 25-Minuten-Phasen aufgeteilt auf die jeweils eine Pause von maximal 5 Minuten folgt
- Der Name Pomodoro basiert auf einem Kรผchentimer in Form einer Tomate, der bei der Entwicklung der Technik zum Einsatz kam
- Nach 4 Pomodori (25-Minuten-Phasen) folgt eine lรคngere Pause von 30 Minuten
- Vorteile der Technik sind: Keine รberforderung, keine geistige รbermรผdung, mehr Motivation, Multi-Tasking wird vermieden

Die Pomodoro-Technik verspricht seinen Anwender:innen verbesserte Konzentrationsfรคhigkeit, weniger Trรถdelei und mehr Motivation bei der Arbeit. Wie das genau funktioniert und wieso die Zeitmanagementmethode nach Tomaten benannt ist, erfรคhrst du in diesem Agile Heroes Magazine Artikel.
Wer bei dem Begriff Pomodoro-Technik an leckere Tomaten denkt, liegt damit gar nicht mal so daneben. Allerdings handelt es sich dabei nicht um italienisches Gemรผse, sondern um eine Technik, die uns dabei helfen soll, unsere Zeit sinnvoller zu nutzen, indem sie in Phasen unterteilt wird und dadurch weniger zu trรถdeln und motivierter und effizienter zu arbeiten. Das soll mรถglich sein, indem einzelne Aufgaben konzentriert in 25 Minuten abgeschlossen werden โ danach gรถnnt man sich drei bis fรผnf Minuten Pause. Nach insgesamt vier 25 Minuten-Einheiten (den sogenannten Pomodori) ist es Zeit fรผr eine lรคngere Pause, also 30 Minuten Entspannung.
Woher stammt die Pomodoro-Technik?
Doch was steckt hinter dem Prinzip und woher kommt ihr Name, der aus dem Italienischen รผbersetzt โTomateโ bedeutet? Der Erfinder der Technik ist Francesco Cirillo und seine Geschichte ist uns womรถglich allen auf die eine oder andere Art bekannt: In den 80er Jahren bemerkte Francesco wรคhrend seines Studiums in Italien, dass er sehr unproduktiv und wenig effizient arbeitete. Stรคndig lieร er sich beim Lernen ablenken und trรถdelte herum.
Also entschloss er sich dazu, seine Zeit besser einzuteilen und unterteilte seine Zeit in kurze Abschnitte. Anfangs waren das noch 10-Minuten-Phasen. Doch nach lรคngerem Ausprobieren hielt Phasen, die jeweils 25 Minuten dauern, fรผr am sinnvollsten โ in dieser Zeit kann man konzentriert arbeiten und lรคsst sich nicht so schnell ablenken. Um die 25 Minuten zu messen verwendete er seinen Kรผchenwecker โ in Form einer Tomate. Schon waren die noch heute beliebte Technik und ihr Name geboren.

Wie funktioniert die Pomodoro-Technik?
Die Technik aus den 1980ern erfreut sich auch noch heute an groรer Beliebtheit โ das nicht zuletzt, weil sie besonders leicht zu verstehen und einzusetzen ist. Alles, was du dafรผr benรถtigst, ist ein Timer (mรถglichst einen kleinen Kรผchenwecker) und im besten Fall noch Schreibutensilien (Bleistift und Blatt Papier), um deine Aufgaben auch zu verschriftlichen.
Nun geht es darum, jeweils eine Aufgabe innerhalb von 25 Minuten konzentriert und ohne Ablenkungen abzuschlieรen. Danach folgt eine kurze Pause. Vor jeder Pomodoro, also jeder 25-Minuten-Phase, schreibst du die Aufgabe, die du dir vornimmst, auf ein Blatt Papier und definierst genau, worum es sich dabei handelt. Du kannst auch am Anfang deines Arbeitstages bereits alle Aufgaben, die du dir vornimmst niederschreiben und nach Dringlichkeit priorisieren.
Die Arbeit mit der Pomodoro-Technik sieht so aus:
- Aufgabe(n) auf ein Stรผck Papier niederschreiben
- Kรผchenuhr aufziehen und 25 Minuten starten
- Aufgabe konzentriert und ohne jegliche Ablenkung erledigen
- Nach Ablaufen der Zeit (drei bis) fรผnf Minuten Pause
- Dann startet die nรคchste Pomodoro (Schritte 1 bis 4)
- Nach vier Pomodori ist es Zeit fรผr eine lรคngere Pause (30 Minuten)
Francesco Cirillo empfiehlt fรผr die Anwendung der Technik, einfache Gegenstรคnde zu verwenden, um den grรถรtmรถglichen Nutzen herauszuholen. Den Timer deines Handys zu verwenden bedeutet nรคmlich eine viel grรถรere Ablenkungsgefahr. Selbstverstรคndlich lรคsst sich ein Pomodoro aber auch digital vorbereiten und durchfรผhren. Wie zum Beispiel mit dieser Browser-Software, dem Pomodoro-Wecker.
Neben dem Timeboxing ist bei der Pomodoro-Technik vor allem auch die Vorbereitung, also das Aufschreiben der Aufgaben besonders wichtig. Denn durch das Planen und das Visualisieren deiner Tasks verschaffst du dir einen besseren รberblick รผber dein Vorhaben. Auรerdem kannst du die Aufgaben priorisieren und ihren Aufwand einschรคtzen. Musst du vielleicht eine Aufgabe so aufteilen, dass sie in zwei Pomodori passt?
Das Durchstreichen einer erledigten Aufgabe nach 25 Minuten gibt dir ein zusรคtzliches Erfolgsgefรผhl, das dir Motivation fรผr den kommenden Task gibt.
Ablenkungen vermeiden, um konzentriert zu bleiben
Damit die 25-Minuten-Pomodoro auch mit hรถchster Konzentration funktionieren kann, gilt es, Ablenkungen soweit es geht zu eliminieren. Das bedeutet zum Beispiel: Stelle dein Mobiltelefon auf Flugmodus, schlieรe deine Tรผr, lass andere Personen in deinem Haushalt wissen, dass du dich konzentrieren musst, schalte Benachrichtigungen auf deinem PC aus oder auf lautlos. Um auch externe Ablenkungen so gut es geht zu vermeiden, ist Planung notwendig. Vermeide also auch, Meetings in deine Fokusphasen zu legen. Allerdings solltest du auch keinesfalls deine Ruhephasen mit Meetings und Telefonaten vollstopfen. Denn sie sind dazu da, wirkliche Pausen einzulegen, um in der nรคchsten Pomodoro wieder voll konzentrationsfรคhig zu sein.
Das sind die Vorteile der Pomodoro-Technik
Das Aufteilen deiner Arbeit in รผberschaubare Einzelteile sorgt vor allem fรผr eines: Du stehst nicht รผberfordert vor einem riesigen Haufen Aufgaben, sondern kannst sie in kleinen Hรคppchen abarbeiten.
Dadurch vermeidest du geistige Ermรผdung und das daraus resultierende Trรถdeln, das uns bestimmt allen bekannt ist. So kannst du an jeder Aufgabe konzentriert und motiviert arbeiten, ohne das Gefรผhl, nichts zu schaffen und nicht weiterzukommen. Du musst kein Multi-Tasking verwenden, sondern arbeitest konzentriert an einer Aufgabe. Durch deiner zuvor erstellte Liste und Priorisierung weiรt du, dass wรคhrend einer Pomodoro keine anderen Aufgaben liegen bleiben. Durch den Fokus verbesserst du zudem die Qualitรคt deiner Arbeit. Du bleibst mit dem Kopf bei der Sache und kannst dich so auf den bestmรถglichen Output konzentrieren.
Deine Vorteile:
- Keine รberforderung wรคhrend der Arbeit
- Geistige Ermรผdung wird vermieden
- Kein Trรถdeln und Ablenken mehr
- Mehr Konzentration
- Mehr Motivation
- Du vermeidest Multi-Tasking
- Hรถhere Qualitรคt deiner Arbeit
Tipps fรผr deine Arbeit mit Pomodoro
Um bestmรถglich mit der Pomodoro-Technik zu arbeiten, ist vor allem ein Punkt wichtig: Bleib standhaft! Zieh die 25 Minuten ohne Ablenkung und mit Handy auf Flugmodus durch โ du schaffst es! Und nutze deine 5 Minuten Pause nicht, um nur auf dem Smartphone rumzuhรคngen oder um Meetings abzuarbeiten. Strecke dich und atme durch, gรถnn dir die Ruhe. Solltest du viele kleine Aufgaben haben, kannst du sie zusammen in einer Pomodoro gebรผndelt abarbeiten. Bei mehreren groรen Tasks ist es mรถglich diese in mehrere Phasen aufzuteilen.
Unsere Tipps fรผr dich und die Pomodoro-Technik:
- Nutze die Pause fรผr Ruhe und nicht fรผr noch mehr Arbeit
- Bรผndle mehrere kleine Aufgaben in einer Pomodoro
- Teile groรe Aufgaben in mehrere Pomodori auf
- Eliminiere jede mรถgliche Ablenkung wรคhrend deiner 25 Minuten
- Priorisiere deine Tasks am Anfang nach Dringlichkeit
- Feiere den Erfolg einer erledigten Aufgabe mit einem kleinen Snack oder einer Tasse Kaffee oder Tee
Viel Spaร beim Ausprobieren!
Nun kennst du alle Tipps und Tricks fรผr deine erste Pomodoro-Einheit โ viel Spaร dabei. Wenn du noch mehr spannende Einblicke in die Welt der Projektmanagement-Welt haben mรถchtest, dann besuch am besten unseren Agile Heroes YouTube-Kanal und guck dich um. Dich erwarten viele verschiedene Formate und Info-Videos zu unterschiedlichen Themen.
๐ Unser Fazit:
Die Pomodoro-Technik, erfunden von Francesco Cirillo in den 1980ern, fรถrdert die Konzentrationsfรคhigkeit und Effizienz durch die Segmentierung der Arbeitszeit in 25-Minuten-Intervalle, gefolgt von kurzen Pausen. Nach vier solcher Intervalle wird eine lรคngere Pause eingelegt. Diese Methode hilft, รberforderung und geistige Ermรผdung zu vermeiden, wรคhrend sie gleichzeitig die Motivation durch das sichtbare Abhaken erledigter Aufgaben steigert. Mit einfachen Mitteln wie einem Kรผchenwecker und einer handschriftlichen To-Do-Liste lassen sich Ablenkungen minimieren und die Arbeitsqualitรคt verbessern.











