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๐ Die wichtigsten Fakten zusammengefasst:
- Scrum ist ein agiles Framework, das auf verschiedenen einfach verstรคndlichen Regeln basiert.
- Scrum ist eine agile Methode, die durch Flexibilitรคt und schnelle Anpassungsfรคhigkeit an Verรคnderungen besticht.
- Rollen wie Scrum Master und Product Owner sind essentiell fรผr die Organisation und das Gelingen des Projekts.
- Sprints sind zeitlich begrenzte Arbeitsphasen, die den Fokus auf erreichbare Ziele lenken und den Fortschritt messbar machen.
- Durch regelmรครige Meetings und Reviews wird Transparenz geschaffen und kontinuierliche Verbesserung ermรถglicht.

รberall scheint die Rede von ihr zu sein und die meisten Leute wirken รผberzeugt: Die Scrum Methode. Sie stammt ursprรผnglich aus der Softwareentwicklung und verspricht zahlreiche Vorteile fรผr Teams und Unternehmen. Wir erklรคren dir heute, was es mit der Scrum Methode auf sich hat, wie sie funktioniert und ob sie auch fรผr dich Vorteile bereithรคlt.
Zusammen stark wie im Rugby: Die Scrum Methode
Wรคhrend die Scrum Methode aus der IT stammt, hat der Begriff seine Herkunft im Sport. Und zwar im Rugby. Dort beschreibt Scrum einen bestimmten Spielzug, bei dem die Teammitglieder dicht aneinander gedrรคngt stehen. Die Scrum Methode spielt damit darauf an, dass man als Team stรคrker ist als allein und nur so den modernen Anforderungen gewachsen ist. In Scrum kรถnnen die Beteiligten zwar auch alleine fรผr sich arbeiten, trotzdem befinden sie sich stets in einem sogenannten Scrum Team โ aber dazu spรคter mehr.
Diese Analogie zum Rugby stammt ursprรผnglich von den beiden japanischen Wirtschaftswissenschaftlern Ikujirล Nonaka und Hirotaka Takeuchi, die in den 80ern erstmals vom sogenannten โRugby-Approachโ schrieben. Ihr Ansatz besagte, dass sehr komplexe Zusammenhรคnge und Entwicklungen vor allem durch die rรคumliche Nรคhe des verantwortlichen Teams zum Erfolg werden.
Die Geschichte der Scrum Methode
Obwohl die beiden japanischen Wissenschaftler den Scrum-Begriff bereits in den 80ern prรคgten, gelten heute Jeff Sutherland und Ken Schwaber als die Begrรผnder der Scrum Methode, da sie den Rugby-Approach um 1995 weiterentwickelten. 2001 verรถffentlichten sie erstmals den sogenannten Scrum Guide in dem die Strukturen und Grundzรผge der Methode beschrieben sind. Seitdem wird der Guide regelmรครig aktualisiert und passt sich (ganz nach Scrum) neuen Gegebenheiten an.
Sutherland und Schwaber, die gern als die โVรคter von Scrumโ bezeichnet werden legen Scrum zwar als offenes Framework dar, behaupten aber dennoch, dass das Rahmenwerk nur durch die Anwendung all der beschriebenen Inhalte von Scrum auch zum versprochenen Erfolg fรผhren kann. Wer die Methode abรคndert, riskiert dadurch also einen Qualitรคtsverlust.
Agiles Arbeiten mithilfe von Scrum
Die Scrum Methode ist eine sogenannte agile Herangehensweise, was bedeutet, dass sie bestimmte Vorteile, wie Flexibilitรคt und Wendigkeit mit sich bringen soll. In der schnellen und dynamischen Welt mit ihren stรคndigen neuen Anforderungen bleiben Unternehmen mithilfe von Methoden wie Scrum wendig und schnell.
Innerhalb der Welt der Agilitรคt gibt es zahlreiche, verschiedene Methoden unter denen allerdings Scrum die beliebteste ist. 85% aller Unternehmen, die agil arbeiten, verwenden zumindest zu Teilen das Scrum Rahmenwerk. Doch wieso liegt Agiles Arbeiten so im Trend? Und welche Rolle spielt Scrum dabei?
Die groรen Stichworte der Agilitรคt lauten unserer Meinung nach Selbstorganisation, Iteratives Arbeiten und Kundenfokus. Diese Punkte sorgen dafรผr, dass Teams und Unternehmen in ihrer Branche flexibler werden und nicht nur starr einem Kurs folgen. Denn das ist heutzutage erforderlich, um nicht aus dem Markt verdrรคngt zu werden. Kundinnen und Kunden werden ungeduldiger und sind schnellen Service und unmittelbare Reaktionen gewรถhnt. Kann ein Produkt oder ein Unternehmen ihnen nicht genau das bieten, was sich die Kund*innen wรผnschen, ist es heutzutage viel รผblicher, dass sich diese Kund*innen einen anderen Anbieter suchen. Daher ist es erforderlich, auf die Wรผnsche und Erwartungen der Menschen reagieren zu kรถnnen.
Die Scrum Methode und ihre Bestandteile
Die Scrum Methode dient also dazu, komplexe Prozesse und Strukturen zu vereinfachen und das Produkt, sowie die Zusammenarbeit dabei stets empirisch und iterativ zu verbessern. Dabei baut das Rahmenwerk auf die sogenannte empirische Prozesskontrolle auf. Die Theorie der empirischen Prozesskontrolle beruht auf der Annahme, das Wissen aus Erfahrung entsteht: Und so funktioniert auch Scrum.
Teams sammeln immer mehr Erfahrung und kรถnnen dadurch auch besser werden und dementsprechend auch ihr Produkt verbessern. Die drei Sรคulen, auf die diese empirische Prozesskontrolle aufbaut sind Transparenz, รberprรผfung und Adaption. Das heiรt also: Bestehende Prozesse werden begutachtet, Verbesserungspotenzial herausgefunden und die Prozesse werden dementsprechend angepasst und erzielen in Folge eine Verbesserung.
Die weiteren Bestandteile des Rahmenwerks sind die Rollen, Events und Artefakten in einem Scrum Projekt. Dazu mehr in den nรคchsten Kapiteln.
Die drei Rollen eines Scrum Teams
Das ideale Scrum Team besteht โ den beiden Grรผndern zufolge โ aus drei bis neun Personen. Das bedeutet allerdings nicht, dass Unternehmen mit mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nach Scrum arbeiten kรถnnten. Das Rahmenwerk lรคsst sich relativ einfach grรถรer skalieren, indem mehrere Scrum Teams gebildet werden.
Ein solches Scrum Team besteht aus einem Scrum Master, einem Product Owner und den Entwickler:innen. Sie arbeiten gemeinsam an der Entwicklung der sogenannten Inkremente. Streng genommen zรคhlen zum Scrum Team auch noch die Stakeholder, obwohl diese nicht aktiv an der Entwicklung des Produktes oder der Dienstleistung beteiligt sind. Zu den Stakeholdern gehรถren beispielsweise Kunden, externe Beteiligte oder Geldgeber.
Der Scrum Master
Die Rolle des Scrum Masters wird in einem Scrum Team von einer Person besetzt. Diese ist dafรผr verantwortlich, dass das Rahmenwerk im Projekt korrekt implementiert und eingesetzt wird. Gleichzeitig verkรถrpert er oder sie auch die Rolle eines Coaches, der sich um das Wohl der Entwickler:innen und einen angenehmen Workflow kรผmmert. Er oder sie kรผmmert sich also auch darum, dass die Kommunikation von auรen mit den Scrum Team auf effiziente Scrum-entsprechende Weise stattfindet.
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Der Product Owner
Der Product Owner ist, wie der Name vermuten lรคsst fรผr das Produkt verantwortlich und kรผmmert sich um dessen Wertmaximierung und den damit verbundenen geschรคftlichen Erfolg. Er oder sie hat alle Aufgaben, die fรผr die erfolgreiche Entwicklung notwendig sind im Blick und steht auรerdem in Kontakt mit den Stakeholdern, die wiederum Informationen von โauรenโ, also von der Marksituation darlegen kรถnnen. Sollte es also zu รnderungen der Produktanforderungen kommen, liegt es am Product Owner, das Entwicklungsteam darรผber zu informieren und dessen To-Doโs im Product Backlog dementsprechend anzupassen.
Das sogenannte Product Backlog ist sein ein grรถรtes โWerkzeugโ und ist eine Art Auflistung aller Produktanforderungen.
Die Entwicklerinnen und Entwickler
Die Entwickler:innen in einem Scrum Team sind fรผr das โWie?โ verantwortlich. Sie kรผmmern sich in einem geschรผtzten Rahmen darum, das zu entwickelnde Produkt Sprint fรผr Sprint fertigzustellen und am Ende eines jeden Sprints ein fertiges Inkrement entwickelt zu haben. Die Entwickler:innen arbeiten innerhalb ihres Teams interdisziplinรคr. Sie haben also alle verschiedene Kompetenzen und Verantwortlichkeiten und werden nicht nach diesen sortiert und dementsprechend zusammengesetzt.
Die drei Artefakte
Die Scrum Methode beinhaltet neben den Rollen und den Events (zu denen wir spรคter kommen) auรerdem die drei Artefakte. Ein Artefakt ist eine Art Tool, das zur richtigen Anwendung von Scrum notwendig ist. Denn ohne den Einsatz der Artefakte kรถnnte das Rahmenwerk nicht wie gedacht funktionieren.

Das Product Backlog
Das Product Backlog gehรถrt, wie bereits erwรคhnt zu den Zustรคndigkeiten des Product Owners. Darin sind alle Anforderungen aufgelistet, die fรผr die Fertigstellung des Produktes notwendig sind. Da diese vielen Anforderungen aber nicht von Tag 1 an vollstรคndig bekannt sein kรถnnen, ist das Product Backlog โlebendigโ, also dynamisch. Es kann jederzeit vom Product Owner angepasst und verรคndert werden. Aus dem allรผbergreifenden Product Backlog werden zu Beginn eines jeden Sprints bestimmte Aufgaben gezogen, die in diesem Sprint erledigt werden sollen. Damit befinden sie sich dann im sogenannten Sprint Backlog.
Das Sprint Backlog
Um das Sprint Backlog kรผmmern sich die Entwicklerinnen und Entwickler selbst. Sie ziehen sich zu Beginn des Sprints, die Aufgaben, die sie fรผr diesen Sprint vorsehen aus dem Product Backlog in das Sprint Backlog. Dieses Sprint Backlog kann dann von auรen nicht mehr โberรผhrtโ werden. Das ist nur mรถglich, wenn gewisse Anforderungen, laut Product Owner obsolet geworden sind. Am Ende eines erfolgreichen Sprints, also nach der Erfรผllung der jeweiligen Anforderungen sollte ein fertiges Inkrement zustande gekommen sein.
Das Inkrement
Das Inkrement ist das โpotentially releaseableโ Produkt, das am Ende eines jeden Sprint fertiggestellt werden sollte. Die Betonung liegt hier aber auf โpotentiallyโ, da natรผrlich nicht nach jeder Iteration zwangsweise eine Verรถffentlichung stattfinden muss. Allerdings sollte potenziell ein โfertigesโ Produkt oder ein Teil dessen entwickelt sein.
Die fรผnf Scrum Events
Als letzten Teil der โScrum Rulesโ stellen wir hier die sogenannten Events, also die regelmรครigen Meetings eines Scrum Projektes vor. Auch diese Events sind fรผr den Erfolg der Methode mitverantwortlich und sollten nicht auรen vorgelassen werden, wenn nach Scrum gearbeitet wird. Selbstverstรคndlich findet aber auch auรerhalb dieser Events Kommunikation im Team statt.
Der Scrum Sprint
In einem Scrum Projekt wird iterativ vorgegangen, also quasi Schritt fรผr Schritt. Diese einzelnen Schritte werden nach Scrum Sprints genannt. Die Lรคnge eines solchen Sprint kann zwischen einer und vier Wochen betragen. Jeder Sprint beinhaltet seine eigenen Produktanforderungen, die sich die Entwickler:innen selbst aussuchen und hat ein Inkrement zur Folge. Auรerdem werden alle Sprint am Ende evaluiert, um sich fรผr den nรคchsten Sprint bereits zu verbessern.
Daily Scrum
Das wohl bekannteste Event der Scrum Methode, das auch auรerhalb von Scrum gemanagten Projekten viel Beliebtheit erfรคhrt ist das sogenannte Daily Scrum, beziehungsweise einfach nur Daily. Es findet, wie sein Name schon sagt, tรคglich statt und dauert nie lรคnger als 15 Minuten. Timeboxen sind in Scrum immer streng einzuhalten!
Das Daily darf so gestaltet werden, wie seine Teilnehmenden das mรถchten. โZwingendโ dabei sein mรผssen dabei nur die Entwicklerinnen und Entwickler. Auรerdem soll es immer zur selben Zeit und am selben Ort stattfinden. Im Grunde geht es dabei darum, die Entwicklungsarbeit der letzten 24 Stunden zu besprechen und sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten.
Das Sprint Planning
Im Sprint Planning, das immer zu Beginn eines neuen Sprints stattfindet, werden die jeweiligen Aufgaben aus dem Product Backlog in das Sprint Backlog gezogen und der beginnende Sprint kann geplant werden. Am Sprint Planning nimmt das gesamte Scrum Team Teil mit dem Scrum Master in der Organisationsrolle.
Das Sprint Review
Das Sprint Review ist eines der beiden Events, die am Ende eines Sprints stattfinden. Dabei lรคdt der Product Owner alle Beteiligten, so wie potenziell auch die Stakeholder ein, um die aktuellen Ergebnisse zu prรคsentieren und die Entwicklungsarbeit transparenter zu machen. Das Ziel des Sprint Review ist ein รผberarbeitetes und aktualisiertes Product Backlog.
Die Sprint Retrospektive
Das letzte Event in einem Scrum Sprint ist die Sprint Retrospektive, in der nochmal ein Blick auf den vergangenen Sprint geworfen wird. Der Scrum Master bereitet die Retrospektive mit dem Ziel vor, herauszufinden, was im letzten Sprint gut und was nicht so gut lief. Daraus sollen sogenannte Action-Items entstehen, also Punkte, die unverzรผglich umgesetzt werden kรถnnen, um in der nรคchsten Iteration einen besseren Sprint garantieren zu kรถnnen.
Die Vorteile der Scrum Methode
Obwohl Scrum seinen Ursprung in der Softwareentwicklung verzeichnet, ist die Methode heute lange nicht mehr auf nur eine Branche anzuwenden. Scrum erfreut sich in den unterschiedlichsten Mรคrkten an Beliebtheit โ und das weltweit.
Das ist nicht verwunderlich, denn das agile Framework verspricht zahlreiche Vorteile.
- Die verbesserte Mรถglichkeit auf รคuรerliche Verรคnderungen zu reagieren
- Vermehrte Updates und Produktreleases
- Erhรถhter Kundenfokus und folglich erhรถhte Kundenzufriedenheit
- Besserer Umgang mit komplexen Projekten und Sachverhalten
- Erhรถhte Mitarbeiterzufriedenheit
Mehr zu Scrum un Agilitรคt auf YouTube und agile-heroes.com
Wenn du dich noch nรคher mit Scrum auseinandersetzen mรถchtest, ist unser Agile Heroes YouTube-Kanal der richtige Ort fรผr dich. Dort verรถffentlichen wir wรถchentlich spannenden, neuen Content zum Thema Agilitรคt. Auf unserer Website findest du auรerdem unsere Reihe an agilen Weiterbildungen und agilem Consulting.
๐ Unser Fazit:
Scrum ist eine agile Projektmanagementmethode, die besonders in der Softwareentwicklung weit verbreitet ist. Sie fokussiert sich auf Teamarbeit, Transparenz und Flexibilitรคt. Scrum teilt ein Projekt in kleine, handhabbare Aufgaben und nutzt regelmรครige Meetings, sogenannte "Sprints", um den Fortschritt zu รผberwachen und Anpassungen vorzunehmen. Mit Rollen wie dem Scrum Master und dem Product Owner werden spezifische Verantwortlichkeiten zugewiesen, was fรผr Struktur und Effizienz sorgt.











